Home
English
Aktuelles
Das Projekt
Mediation
Mediatoren
Links
Pressepiegel
Hinweise
Kontakt
Impressum

Mediation

1. Was ist Mediation?

  • Der Mediator unterstützt die Konfliktpartner, eine eigenständige, rechtsverbindliche Lösung für ihren Konflikt zu finden.
     
  • Der Mediator entscheidet den Streit nicht.
     
  • Informationen, die in der Mediation offenbart werden, sind vertraulich.
     
  • Ziel der Mediation sind wertschöpfende, zukunftsorientierte Ergebnisse, bei denen nach Möglichkeit alle Konfliktpartner gewinnen (so genannte Win-Win-Lösungen).
     
  • Im Rahmen der Mediation geht es um eine für alle Konfliktpartner interessengerechte und deshalb akzeptable Lösung.
     
  • In der Mediation werden Interessen und Motive berücksichtigt, die im Gerichtsverfahren keine Rolle spielen können.
     
  • Mediation ist sowohl bezüglich des Beginns und der Dauer des Verfahrens als auch hinsichtlich einer abschließenden Vereinbarung freiwillig.
     
  • Der Mediator ist den Interessen aller Beteiligten verpflichtet.

2. Was bedeutet Gerichtsnahe Mediation?

Mediation ist ein außergerichtliches Streitschlichtungsverfahren. Damit kommt sie meist in Betracht, bevor es zu einem Prozess kommt. Ein Prozess kann jedoch auch noch nach Klageerhebung der Mediation zugeführt werden. Hier setzt die Gerichtsnahe Mediation an. 

Die für die Entscheidung des Verfahrens zuständigen gesetzlichen Richter empfehlen den Parteien, den Streit im Wege der Mediation zu lösen. Sind die Parteien damit  einverstanden, ruht das gerichtliche Verfahren für die Dauer der Mediation.

Das Mediationsverfahren wird dann von zu Mediatoren ausgebildeten Richterinnen und Richtern betreut. Es können aber auch - je nach Wunsch der Parteien - externe Mediatoren zu Rate gezogen werden. Wichtig ist: die Mediation wird niemals von dem in der Sache entscheidungsbefugten gesetzlichen Richter durchgeführt.

3. Unterschiede zwischen gerichtlichem Vergleich und Mediation

Die gütliche Streitbeilegung in Form eines Vergleichs ist traditionell auch Inhalt richterlicher Tätigkeit und wird von den Richtern gut und umfangreich durchgeführt. Zwischen richterlichem Vergleich und Mediation bestehen allerdings wesentliche Unterschiede:

  • Neben den rechtlichen Gesichtspunkten können im Rahmen der Mediation auch wirtschaftliche, persönliche oder andere individuelle Interessen stärker in den Vordergrund gerückt werden und, soweit ihre Umsetzung rechtlich zulässig ist, Gegenstand der verbindlichen abschließenden Vereinbarung werden.
     
  • Mediationsverfahren sind im Gegensatz zu öffentlichen Gerichtsverhandlungen vertraulich.
     
  • Das Gerichtsverfahren ist vor einem Vergleichsgespräch in aller Regel von Angriff und Verteidigung geprägt. Dazu wird den Parteien bei Vergleichsverhandlungen dann auch noch bewusst sein, dass der Richter, falls die Verhandlungen scheitern, den Streit entscheiden wird. Die Parteien werden also in einer gerichtlichen Vergleichsverhandlung keine Informationen preisgeben, die ihnen im Falle einer gerichtlichen Entscheidung schaden könnten, und sie werden wahrscheinlich nicht alle Gesichtspunkte in dem Umfang wie in einer Mediation möglich benennen.
     




 
Top