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Die Begleitforschung

Um wissenschaftliche Aussagen zu den Projektzielen treffen zu können, führen externe Evaluatoren eine begleitende Untersuchung auf zwei Forschungsebenen durch:

Die sozialwissenschaftliche Untersuchung wird durch das arpos Institut e.V., Hannover, geleistet. Die juristisch-ökonomische Analyse wird durch die Universität Göttingen erstellt.

Die Forschungsteams

Dem sozialwissenschaftlichen Forschungsteam des arpos Institut e.V.gehören Prof. Dr. Andreas Böttger, Dr. Jörg Hupfeld sowie Dr. Rainer Strobl an:

Prof. Dr. Böttger habilitierte im Fach Soziologie und ist als Professor an den Universitäten Hannover und Hamburg tätig. Dr. Hupfeld ist Diplom-Psychologe, promovierte an der Universität Erlangen-Nürnberg und lehrt gegenwärtig als Oberassistent am Lehrstuhl für Sozial- und Rechtspsychologie an der Universität Bern. Dr. Strobl ist Diplom-Soziologe, promovierte an der Universität Bremen und ist derzeit als Lehrbeauftragter am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld tätig.

Dem juristisch-ökonomischen Forschungsteam der Universität Göttingen steht Prof. Dr. Gerald Spindler vor, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, Rechtsvergleichung und Steuerrecht. Nach einer Habilitation zum Thema “Unternehmensorganisationspflichten – zivilrechtliche und öffentlich-rechtliche Regulierungskonzepte” liegen seine Forschungsschwerpunkte nun u.a. im Bereich des Rechts der neuen Medien, in der Rechtstheorie der “Neuen Institutionenökonomie” und der ökonomischen Analyse des Rechts.

 Die Forschungsinhalte der sozialwissenschaftlichen Begleitforschung

Das arpos Institut e.V. in Hannover erarbeitet mit Hilfe qualitativer und quantitativer Evaluationsmethoden differenzierte Kriterien zur Qualitätssicherung der gerichtsinternen Mediationspraxis. Dazu wird untersucht, welche Art der Mediation (z.B. aufgrund eines eher bewertenden oder eher moderierenden Mediationsstils) sich in Abhängigkeit von bestimmten Fallkonstellationen (wie z.B. Streitgegenständen oder Einigungswillen und Motivation von Beteiligten) und Rahmenbedingungen (wie z.B. dem verfügbaren Zeitbudget) im gerichtsinternen Bereich als geeignet erweist. Dazu wird analysiert, welche Einflussvariablen sich kurz- wie langfristig in förderlicher oder hinderlicher Weise auf die Akzeptanz von Mediation bei Parteien, Anwaltschaft und Richterschaft auswirken.

Ziel ist es,

  • Indikationen bzw. Kontraindikationen zur Durchführung gerichtsinterner Mediation (“Falleignungskriterien”), 
  • Ausbildungskriterien für MediatorInnen und FallmanagerInnen und 
  • sozialwissenschaftliche Empfehlungen zur Gestaltung des Implementationsprozesses für ein gerichtsinternes Mediationsangebot abzuleiten.

In einer Kombination aus formativer und summativer Evaluation greifen dazu qualitative und quantitative Erhebungsmethoden ineinander:

Im Rahmen von qualitativen Interviews werden die wechselseitigen Bilder und Binnensichten der Richtermediatoren, Fallmanager, Konfliktparteien und Rechtsanwälte zu den Mediationsverfahren wie auch zu Projektabläufen und Veränderungsprozessen im Rahmen des Implementationsprozesses exploriert und transparent gemacht. Um ein auf breiter Datengrundlage gesichertes Erfahrungswissen zu den Projektzielen zu gewinnen, werden die relevanten Einflussfaktoren in ihrer systematischen Wirkung auf definierte Erfolgskriterien quantitativ untersucht. Zur Erhebung empirischer Daten wurden Fragebögen für die Konfliktparteien, die Rechtsanwälte, die Mediatoren und die gesetzlichen Richter entwickelt, die von August 2003 bis Februar 2005 verteilt wurden.

 
Die Forschungsinhalte der juristisch-ökonomischen Begleitforschung

Die Universität Göttingen untersucht, welche prozessualen und strukturellen Rahmenbedingungen entscheidenden Einfluss auf die Akzeptanz aller an der gerichtsnahen Mediation beteiligten Personen (Richter, Anwälte, Parteien, Versicherer) ausüben. Dazu werden Prozesssituationen zunächst vor theoretischem Hintergrund in ihren Anreiz- und Kostenstrukturen sowie im Zusammenspiel verschiedener Einflussvariablen systematisch analysiert. In einem zweiten Schritt wird dieses theoretische Wirkmodell anhand der tatsächlich beobachtbaren Abläufe empirisch überprüft und validiert. Im Dienste eines effektiven Forschungsablaufes werden die dazu notwendigen Daten in kollegialer Zusammenarbeit über die Interviews und Fragebögen des arpos Instituts e.V. miterhoben.

Vor dem Hintergrund des theoretischen Wirkmodells und der empirischen Befunde werden normative Vorschläge dazu erarbeitet,

  • wie gerichtsinterne Mediation mit Blick auf eine effiziente Nutzbarmachung an den Gerichten und eine reibungslose Einbettung in die Prozessrechtsordnungen implementiert werden müsste und
  • wie die Rahmenbedingungen gestaltet werden müssten, soll Mediation als kostengünstige und akzeptierte Alternative zur richterlichen Streitbewältigung fungieren können.

 

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